Geschichte

Die Anfänge der Trachtenmusikkapelle St. Veit sind verborgen im Dunkel der Vergangenheit. Weder ihre Gründer noch die Mitglieder der ersten Stunde sind bekannt. Lediglich ein Eintrag in der Schulchronik der Volksschule St. Veit vom August 1879 weist 1854 als Entstehungsjahr aus:

Älteste Erwähnung des Gründungsjahres

„Am 17. wohnten der Lehrkörper und die Schüler dem aus Anlaß des 25jährigen Gründungsfestes des hies. Musikvereines und dem am folgenden Tage fallenden Geburtsfeste Sr Majestät des Kaisers celebrierten feierlichen Gottesdienste bei.“

Rund vier Monate vor diesem Gründungsbeleg, im April 1879, berichtet die Schulchronik von einer Kaiserfeier, bei der die Musikkapelle die Volkshymne spielend durch alle Gassen zieht, den Festzug anführt, an dem auch die Feuerwehr teilnimmt, und am Abend Platzmusik darbietet.

1881 spricht die selbe Quelle von einer „Feuerwehr–Musik–Capelle“. Die Musikgesellschaft ist Teil der Feuerwehr geworden und hat damit aufgehört, selbständig zu bestehen. Einträge aus den Jahren 1883 und 1891 bestätigen diese Veränderung.

Fraglich ist, ob die Musikkapelle in den Jahren um die und nach der Jahrhundertwende existiert. Ein Artikel der „Mühlviertler Nachrichten“ aus dem Jahre 1900 berichtet von der sehr feierlichen Enthüllung einer Kaiserbüste in St. Veit, bei der allerdings die Musikkapelle Herzogsdorf für den musikalischen Rahmen sorgt. Und der Gemeindevorsteher von St. Veit, Josef Pühringer, schreibt in seinem Nachruf auf Oberlehrer Hans Schnopfhagen am 1. Juli 1908:

„…in vorgerückten Jahren unterzog er sich noch der Mühe, eine Musikkapelle ins Leben zu rufen, deren Schulung er übernahm;“

Andere Quellen geben darüber hinaus Auskunft, dass der Komponist unserer Landeshymne dieser neuen Musikkapelle auch als Kapellmeister vorsteht.

Es kann als sicher gelten, dass Hans Schnopfhagen eine Feuerwehr-Musik-Kapelle errichtet hat. Sein Nachfolger als Kapellmeister ist Kaufmann Johann Mattaulech. Wie lange dieser die Leitung innehat, ist leider nicht mehr genau auszumachen –  sicher bis in das Jahr 1913, wahrscheinlich aber länger. Als er am 8. Dezember 1930 im 86. Lebensjahr stirbt, steht zu lesen, dass er langjähriger Kapellmeister der Blechmusik war.

Hans Schnopfhagen, Johann Mattaulech und Franz Vlach

Mit dem Schuhmachermeister Franz Vlach ist der Mann gefunden, der als   nächster die Geschicke der Musikkapelle leitet. Sicher belegt ist seine Führung als Kapellmeister von 1923 bis 1936. Wohl schon unter ihm spielen Bläser 1922 zum ersten Mal am Turm nach der Mette das Weihnachtslied.

Dramatisches passiert im Jahre 1929. Aus politischen Gründen kommt es zwischen der Feuerwehr und der Pfarre St. Veit zu einem schweren Zerwürfnis. Ein Ergebnis dieser Querelen ist die Gründung einer Burschenvereinsmusik durch Pfarrer Josef Kleinbruckner, die fortan bis 1938 als „Kira-Musi“ neben der „Feiwehr-Musi“ existiert und alle kirchlichen und feierlichen Anlässe gestaltet. Erster Kapellmeister der Kirchenmusik ist Kooperator Anton Schuh.

Das Gründungsfoto der Kirchenmusikkapelle

Eiligst versorgen sich die Mitglieder des Burschenbundes mit einer eigenen Uniform. Schneider Michael Prammer, der den Auftrag bekommt, diese herzustellen, nimmt eigens einen zweiten Gesellen auf, um die Aufgabe in kürzester Zeit erfüllen zu können.

Die Kirchenmusikkapelle in Uniform

Wer nach Koop. Anton Schuh, der im Juli 1930 die Pfarre verlässt, der Kirchenmusik vorsteht, ist unsicher. Für das Jahr 1937 ist Lehrer Joseph Hauser als ihr Kapellmeister nachzuweisen. Die Machtübernahme der Nazis 1938 setzt nach 9 Jahren musikalischer Zweigleisigkeit der dem Regime nicht genehmen Kira-Musi ein Ende.
Das Los der Feuerwehrmusik ist allerdings nicht viel glücklicher. Da alle wehrfähigen Männer rasch in die Wehrmacht einberufen werden, hört auch sie auf, zu bestehen.

Die Feuerwehrmusikkapelle

Ganz ohne Musik muss St. Veit freilich auch in der schlimmen Zeit des Zweiten Weltkriegs nicht auskommen. Einzelne Männer, die ein Instrument beherrschen, sind immer wieder zur Hand. So erfahren wir aus dem „Mühlviertler Heimatblatt“ des Jahres 1943, dass Pg Schenkenfelder mit seinem Sohn Rupert und Georg Hackl ein Urlaubertreffen musikalisch verschönern.

Nach dem Krieg

1945 ziehen russische Truppen in St. Veit ein. Ihren Plünderungen fällt auch ein Teil der Musikinstrumente zum Opfer. Obwohl am Dachboden der Kirche gut versteckt, werden sie gefunden und mitgenommen.

Der Wiederaufbau der Musikkapelle, der noch 1945 beginnt, gestaltet sich durch die Tatsache, dass viele Männer gefallen oder in Kriegsgefangenschaft geraten sind und Instrumente fehlen, als schwierig. Besondere Verdienste um die Neuaufstellung erwerben sich in dieser Zeit Oberlehrer Edmund Scheucher, Landwirt Franz Hehenberger und Schuhmachermeister Franz Vlach, der die junge Musikkapelle bis 1949 leitet. Um zu Geld zu kommen, wird 1946 das Theaterstück „Der Gmoalump“ aufgeführt.

Der Lehrer August Lepschi steht dem Verein ab Jänner 1950 als Kapellmeister vor. Als er im September selbigen Jahres an die Volksschule Hofkirchen versetzt wird, übernimmt Oberlehrer Erich Neugschwandtner die musikalische Leitung. Obmann des Musikvereines ist bis 1956 Sägewerksbesitzer Heinrich Hamberger.

August Lepschi, Erich Neugschwandtner und Heinrich Hamberger

Eine Vielzahl von Aktivitäten wird nun gesetzt. Bereits zu Silvester 1950 gestaltet die Musikkapelle eine Silvesterfeier, die ein reichhaltiges Programm bietet und zur Tradition wird.

1951 wird eine erste Jahreshauptversammlung im Gasthaus Dimmel abgehalten. Altkapellmeister Franz Vlach wird zum Ehrenkapellmeister ernannt und es wird beschlossen, unterstützende Mitglieder zu werben. Eine Einrichtung, die sich heute noch als sehr hilfreich erweist.

Verbindungen über den eigenen Ort hinaus werden geknüpft. Obwohl selber ständig bemüht, über die nötigen finanziellen Mittel zu verfügen, wird im Juni 1951 ein Platzkonzert zu Gunsten des Linzer Brucknerhauses gespielt.

Unsere Bläser beim Musikertreffen in St. Veit

Am 15. Juli 1951 findet ein Musikertreffen in St. Veit statt, an dem die Musikkapellen aus Ottensheim, Altenfelden, Helfenberg, Hellmonsödt, Niederwaldkirchen, Traberg und St. Johann teilnehmen. Ein riesiges Ereignis. Nach dem Festzug konzertieren die einzelnen Kapellen im Hofgarten vor weit über 1000 Personen. Der Reingewinn von mehr als 6000 Schilling gehört dem Musikverein, der das Geld zur Anschaffung einer neuen Tracht benötigt.

Im August 1951 gibt die Kapelle den Sommerkampfspielen der Jugend des ÖJB in Unterach am Attersee den musikalischen Rahmen.

Beim Bezirksmusikfest in Altenfelden im selben Jahr nimmt der Musikverein zum ersten Mal in seiner Geschichte an einem Wertungsspiel teil. Mit der Ouvertüre „Meine Königin“ von Emil Stolc gelingt es ihm, den 7. Platz bei 18 teilnehmenden Kapellen zu erreichen.

Einmarsch in Altenfelden am 1.Juli 1951

Die neue Tracht und die Verabschiedung der Pummerin

 Da nach dem Zweiten Weltkrieg eine Ortsmusikkapelle und kein Feuerwehr- oder Kirchenmusikverein mehr aufgerichtet wird, haben die alten Uniformen, soweit noch vorhanden, ihre Funktion verloren. In den ersten Jahren nach dem Krieg verfügt die Musikkapelle deshalb über keine einheitliche Bekleidung. Ende der 40er Jahre erfolgen die Auftritte im Sommer einheitlich in einer kurzen Lederhose und in weiterer Folge einem karierten Hemd, im Winter in normaler Zivilkleidung.

Auftritt in kurzer Lederhose und kariertem Hemd

Musterkarte der Tracht

Bei der Jahreshauptversammlung 1951 wird beschlossen, die Blasmusikkapelle zu uniformieren. Als Ausdruck besonderer Heimatverbundenheit schlägt Kapellmeister Erich Neugschwandtner vor, die „Erneuerte Mühlviertler Tracht“ anzuschaffen. Die Kosten für diese von Dr. Lipp entworfene Bekleidung betragen rund 1000 Schilling pro Mann. Beim Glockenweihfest am 25. November 1951 kann sich die Bevölkerung erstmalig ein Bild vom neuen Aussehen ihrer Musikkapelle machen. Zwar ist die Einkleidung noch nicht abgeschlossen – Erich Neugschwandtner als Stabführer und Kapellmeister trägt als einziger die fertige Tracht, alle anderen marschieren noch in langen Hosen – einen guten Eindruck hinterlässt sie allemal.

Noch unvollständig eingekleidet

Ein großer Tag in der Geschichte der Musikkapelle ist die Teilnahme an der Verabschiedung der größten Kirchenglocke unseres Landes, der „Pummerin“, aus Oberösterreich am 25. April 1952.

Bei der Verabschiedung der Pummerin

Da es dem St. Veiter Musikverein als erstem des Mühlviertels gelungen ist, sich neu mit einer Tracht einzukleiden, wird er als musikalische Vertretung dieses Viertels eingeladen, an der Glockenverabschiedung teilzunehmen. Zum ersten Mal trägt dabei die gesamte Kapelle die „Erneuerte Mühlviertler Tracht“. Nur ein kleiner Teil des Ortes kann sich allerdings an diesem Anblick erfreuen, da die Musiker bereits um 5.00 Uhr morgens von einem Sonderbus abgeholt werden und die Rückkunft nicht genau bekannt ist.

So dauert es bis zum 18. Mai, dem Tag der Blasmusik, dass sich die Kapelle auch im eigenen Ort stolz in ihrer neuen Bekleidung zeigen kann. Ein morgendliches Gedenken an Hans Schnopfhagen am Friedhof, ein anschließendes Platzkonzert und ein weiteres Konzert am Nachmittag anlässlich einer Maibaumfeier geben dazu reichlich Gelegenheit.

Konzert vor 18.000 Zuhörern

Franz Rebhan, Karl Rauscher

Bei der Jahreshauptversammlung 1955 im Gasthaus Möstl wird Bäckermeister Karl Rauscher zum neuen Obmann der Musikkapelle gewählt.

Am 27. November 1956 stirbt der langjährige Kapellmeister Franz Vlach im Alter von 73 Jahren.

1958 folgt Lehrer Franz Rebhan Erich Neugschwandtner als Kapellmeister nach.

"Kapellmeister" Herbert Trubrig

Medienecho erntet eine Feier, die St. Veit im November 1960 veranstaltet, um Fußballnationalspieler Herbert Trubrig zu ehren. Der aus dem Orte stammende Ballkünstler des LASK dirigiert die Musikkapelle ebenso vorzüglich wie den Ball. Am 4. Dezember spielen die Musiker im Stadion auf der Gugl in Linz vor 18.000 Zuschauern und Nationaltrainer Karl Decker ein reichlich mit Applaus bedachtes kleines Konzert zur Einstimmung auf den Linzer Fußballschlager LASK gegen den SVS (3:0).

Neue Instrumente

Im Jänner 1961 erhält die Musikkapelle neue Instrumente aus dem Musikhaus Heidegger in Linz im Werte von 66.500 Schilling. Diese für die damalige Zeit enorme Summe kann aufgebracht werden durch eine Spende der Gemeinde, durch eine Sammlung und durch den Verzicht der Grundbesitzer auf den Jagdpachtschilling für 2 Jahre. Am 4. Februar 1961 stellen sich die Musikanten erstmalig mit den neuen Instrumenten im renovierten Saal des Gasthauses Vlach ihren Spendern vor, um sich zu bedanken. Der Saal ist derart überfüllt, dass das Konzert wiederholt wird.

Ebenfalls 1961 wird die Musikkapelle in „Trachtenmusikverein St. Veit“ umbenannt.

Jungmusikerausbildung und Jugendorchester

Michael Prammer, Ernst Kepplinger

Im März 1962 wird Michael Prammer Kapellmeister in Nachfolge von Franz Rebhan. Ernst Keplinger wird neuer Stabführer.

Josef Gahleitner übernimmt 1970 das Amt des Vereinsobmannes von Karl Rauscher, Helmut Lanzersdorfer 1972 den Dirigentenstab von Michael Prammer.

Helmut Lanzerstorfer

Josef Gahleitner

Beim Frühjahrskonzert 1974 besteht die Musikkapelle aus 33 Musikern. Eine Werbeaktion des Vereins zeigt Erfolg. Viele Eltern erklären sich bereit, mit Beginn Jänner 1975 ihre Kinder an einem Blasinstrument ausbilden zu lassen. Als Lehrer kann Hannes Dobersberger gewonnen werden. Die Mühen zeigen Erfolg: Schon zur 50-Jahr Feier von Bürgermeister Michael Prammer im Oktober selbigen Jahres zeigen 20 Jungbläser erstmals ihr Können. Rund zwei Monate später, beim Konzert am 26. Dezember, werden sie in die Musikkapelle aufgenommen!

Hannes Dobersberger

1976 folgt Hannes Dobersberger Helmut Lanzerstorfer als Kapellmeister nach. Neben dieser Tätigkeit leitet er erfolgreich auch das Jugendorchester Traberg – St. Veit mit über 50 Musikern. Zudem gilt sein besonderes Augenmerk weiterhin der Ausbildung junger Bläser.

Das Jugendorchester Traberg-St.Veit im Jahre 1975

Eine Gruppe von 12 jungen Musikern aus St. Veit tritt darüber hinaus über Jahre hinweg, organisiert von Anton Atzmüller, unter dem Namen „St. Veiter Finken“ auf Hochzeiten, am Kinderfasching als Tanzmusik und zu anderen Anlässen öffentlich in Erscheinung.

Anton Atzmüller

1976 wird Anton Atzmüller in Nachfolge von Ernst Keplinger zum Stabführer gewählt. Im selben Jahr findet das Jahreskonzert der Musikkapelle erstmals am 25. Dezember, dem Weihnachtstag,  statt. Dieser besondere Tag bleibt bis 1999 der Termin für alle Jahreskonzerte. Erst im Jahr 2000 wird er vom Samstag vor dem Palmsonntag als Konzerttermin abgelöst.

Am 1. Mai 1977 findet die erste Florianimesse der Feuerwehr nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Die Musikkapelle gestaltet den Gottesdienst. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten!

Adolf Hamberger

1980 übernimmt Adolf Hamberger den Posten des Kapellmeisters von Hannes Dobersberger.

Reisen und die ersten Damen in der Kapelle

Die Musiker in Tourouvre

 Im August 1981 unternimmt die Musikkapelle ihre erste große Auslandsreise. Sie führt nach Tourouvre, 150 km westlich von Paris. Ein Konzert Samstag abends, sowie ein Festgottesdienst und ein Festzug am Sonntag bilden das musikalische Programm. Ein Besuch in Paris rundet die Fahrt ab.

Beim Weihnachtskonzert 1982 werden erstmalig mit Regina Donner, Martha Lummerstorfer und Michaela Neubauer Mädchen in die Musikkapelle aufgenommen.

Regina Donner, Martha Lummerstorfer, Michaela Neubauer

Im August 1983 kommt es zu einer Neuauflage der Reise nach Tourouvre. Das musikalische Programm gleicht jenem vor zwei Jahren. Der Ausflug geht nach Lisieux und nach Honfleur, zur Landungsküste der Alliierten.

Im Juni 1984 ist unser Ort selbst der Schauplatz eines „St. Veiter Treffens“. Ein Chor aus San Vito di Cadore in Italien, die Musikkapelle aus Neumarkt-St. Veit in Bayern sowie die Musikkapellen von St. Veit im Pongau und St. Veit an der Gölsen sind die Gäste. Ein Heimatabend am Samstag, den die italienischen und bayerischen Freunde gestalten, wird zum großen Erfolg. Am Sonntag folgen ein Festgottesdienst, ein Festzug und Konzerte der österreichischen Gastkapellen.

In diesem Sommer begleiten mit Christa Atzmüller und Margit Haas zum ersten Mal zwei Marketenderinnen den Musikverein bei seinen Auftritten.

Am 22. März 1985 wird bei der Jahreshauptversammlung Josef Traxler zum neuen Obmann gewählt.

Josef Traxler

Im Juni 1986 findet in St. Veit zum ersten Mal ein Bezirksmusikfest statt. Die Musikkapelle Saint Vit aus Frankreich, die zum St. Veiter Treffen 1984 nicht kommen konnte, ist zu Gast.

Ludwig Schwarz

Anfang 1988 beendet Adolf Hamberger seine Tätigkeit als Kapellmeister.  Bei der Jahreshauptversammlung im März wird Ludwig Schwarz zum neuen Kapellmeister gewählt. Da er noch, um sein Studium zu beenden, in Salzburg weilt, reist der Musikverein im April 1988 unter der Leitung des Kapellmeisters von St. Johann, Reinhold Westfahl, zum Besuch nach Saint Vit in Frankreich.

Konzert in Saint Vit in Frankreich

Im Juni 1989 ist San Vito di Cadore in Italien das Reiseziel der Musikkapelle.

Im Mai 1993 fährt die Musikkapelle auf eine Einladung hin zum Narzissenfest nach Compiegne in Frankreich. Bleibenden Eindruck hinterlässt die 4 km lange, von vielen tausenden Besuchern gesäumte Marschstrecke, die am Sonntag zu bewältigen ist.

Narzissenfest in Compiegne

Im Juni 1996 ist die Musikkapelle San Vito Romano zum ersten Mal zu Gast in St. Veit. Der Gegenbesuch folgt im Juni 1997. Die dabei musikalisch zu begleitende zweistündige Prozession zu Ehren des Hl. Vitus bei Dunkelheit durch engste Gässchen und über steile Treppen bleibt ebenso unvergessen wie der die Hauptstraße zierende, farbenprächtige Bilderschmuck.

Marschwertung 1998 in St. Veit

Im Juni 1998 richtet die Musikkapelle nach 1986 zum zweiten Mal das Bezirksmusikfest in St. Veit aus. Gastkapelle ist San Vito Romano. Dieses Musikfest ist die letzte Veranstaltung, bei der Anton Atzmüller, der den Musikverein zu einer der führenden Marschkapellen im Bezirk geformt hat, als Stabführer voranschreitet. Seine Nachfolge übernimmt 1998 Siegfried Kaiser.

Siegfried Kaiser

Im Heiligen Jahr 2000 fährt die Musikkapelle erneut nach San Vito Romano.

Ein neues Probenlokal zum Jubiläum

Eröffnungsfeier des neuen Probenlokals

Eine große Herausforderung für den Musikverein ist die Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Kapelle. Im Jahre 2004, gleichsam als Geschenk zum 150. Gründungsjubiläums, finden diese Bemühungen mit der Eröffnung des neuen Probenzentrums ihre Erfüllung. Im Rahmen einer großen Feier, zu der auch die befreundete Musikkapelle aus San Vito Romano eingeladen wird, darf das Orchester bei strahlendem Sonnenschein seine neue Heimat in Empfang nehmen.

2006 macht sich der Musikverein zum dritten Mal auf, um die Freunde in San Vito Romano zu besuchen.

Hugo Rechberger

Bei der Jahreshauptversammlung 2007 beendet Josef Traxler nach 22 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Obmann sein Amt. Neuer Mann an der Spitze wird Hugo Rechberger.

2008 wird innerhalb des Orchesters ein kleines Ensemble mit ca. 15 Musikerinnen und Musikern gebildet, dessen Aufgabe vor allem darin besteht, unterstützenden Mitgliedern bei einem runden Geburtstag musikalisch zu gratulieren.

2009 legen die Schwestern Andrea und Petra Dobersberger erfolgreich die Prüfungen für das Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold auf der Klarinette ab. Sie sind damit die ersten Mitglieder des Vereins, die diese höchste Auszeichnung erreicht haben.

Die Musiker im Europapark

Im Oktober 2010 unternimmt der Verein eine Konzertreise nach Saint Vit in Frankreich. Im Zuge der Heimreise erleben die Teilnehmer noch einen vergnügten Tag im Europapark.

Franz Hehenberger

Im April 2011 wird Altbürgermeister Franz Hehenberger, der 38 Jahre lang als Flügelhornist in der Kapelle aktiv war und sich als Gemeindeoberhaupt große Verdienste beim Bau des neuen Probenlokals erworben hat, als Nachfolger von Hugo Rechberger neuer Obmann des Musikvereins.
Im Juni 2011 meistert Markus Fösl erfolgreich die Prüfungen zum Goldenen Jungmusikerleistungsabzeichen am Schlagzeug.

© Ludwig Schwarz